Jahrestag der russischen Invasion - Anniversary of the Russian Invasion - 08-08-2008

Aufruf - Email und PDF-Datei auf deutsch >>

Aufruf an die internationale Politik anlässlich des Jahrestages der russischen Invasion in Georgien am 08-08-2008 - deutsche Aufruf als PDF-Datei


06.08.09

An alle Georgier in der Diaspora !

 

Wie ihr wisst, jährt sich am 08.08. die „Russische Invasion in Georgien“.

Zu diesem Anlass bereitete die Gruppe “Georgier in Karlsruhe” einen Appell an die internationale Politik vor. Das Dokument ist als PDF-Datei im Anhang zu finden.

 

Wenn ihr dem Wortlaut des Dokumentes zustimmt, dann sendet es bitte zusammen mit der PDF-Datei an folgende Email-Addresse:    internetpost@bpa.bund.de

 

Am besten schickt ihr das Mail am 08.08. ab. Wenn es später abgeschickt wird, ist es auch gut!

Wir glauben, dass das Dokument umso mehr in den Mittelpunkt des Interesses rückt, je mehr Personen es abschicken.

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Ihr könnt folgenden Text als Anschreiben für eure Mail benutzen:

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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Dorotheenstraße 84
10117 Berlin
Telefon: 030 18 272-0
Fax: 030 18 272-2555

internetpost@bpa.bund.de

zur Weiterleitung an:

Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Thomas de Maizière, Bundesminister und Chef des Bundeskanzleramts

Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister und Vizekanzler im Auswärtigen Amt (AA)

 

Aufruf der georgischen Diasporagemeinschaft in Deutschland,  08.08.09

 

Die georgische Diaspora in Deutschland möchte die Bundesregierung und ihre verantwortlichen Minister mit dem nachfolgenden Aufruf an das Schicksal Georgiens erinnern:

 

Aufruf an die internationale Politik anlässlich des Jahrestages

der russischen Invasion in Georgien am 08.08.2008

 

durch die georgische Diasporagemeinschaft in Deutschland

 

Am 08.08.2008 stießen russische Streitkräfte auf georgisches Territorium vor und – wie später bekannt wurde – waren in den Tagen zuvor bereits reguläre Militärs in Südossetien zu Übungen und Erkundungen eingeschleust worden, z. B. Interview Generalmajor Borisow.

Die internationale Politik erreichte im August 2008 Verhandlungsergebnisse zwischen Georgien und Russland in Form des Sechs-Punkte-Planes mit späteren Zusatzvereinbarungen. Statt der zugesagten Wiederherstellung der Situation vor den Kampfhandlungen in Südossetien und Abchasien erkannte Russland diese als selbstständige Staaten an, schloss militärische Verträge ab und baute dort neue Truppenstützpunkte und Militärflughäfen – entgegen internationaler Verträge und den Prinzipien des Völkerrechts. Weiterhin verhinderte Russland im Alleingang die Fortsetzung der UN-Mission in Georgien (UNOMIG) und der OSZE-Beobachtermission. So wird in den okkupierten georgischen Regionen Abchasien und Südossetien die georgische Bevölkerung weiterhin unbehelligt unterdrückt und vertrieben.

 

Deshalb rufen wir die internationale Politik und sie persönlich auf,

gegenüber Russland diplomatischen und politischen Druck auszuüben, damit

 

1. die Anerkennung von Südossetien und Abchasien sofort aufgehoben wird,

 

2. der europäischen Beobachtermission EUMM dort Zugang gewährt wird,

 

3. die OSZE- und UN-Mission in Georgien wieder aufgenommen werden kann,

 

4. die territoriale Integrität Georgiens auch durch Russland respektiert wird,

 

5. der Sechs-Punkte-Plan vom August 2008 vollständig von Russland eingehalten wird,

 

6. Premierminister Putin seine Zusagen im Interview vom 30.08.2008 einhält.

 

Sechs-Punkte-Plan als Waffenstillstandsabkommen, vermittelt durch den französischen Präsidenten Sarkozy zwischen Georgien und Russland, am 16.08. auch von Russland unterzeichnet:

1.   Verzicht auf Gewaltanwendungen

2.   Endgültige Einstellung aller Kampfhandlungen

3.   Gewährleistung eines ungehinderten Zugangs zu humanitären Hilfsgütern

4.   Rückkehr der georgischen Streitkräfte auf ihre ursprüngliche Position

5.   Rückzug der russischen Streitkräfte auf jene Linien, hinter denen sie sich vor Beginn der Kampfhandlungen befunden haben. Die russischen Friedenstruppen sollen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, bis internationale Mechanismen vereinbart sind.

6.   Aufnahme internationaler Gespräche über Modalitäten für die Sicherheit und Stabilität in Südossetien und Abchasien

Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/en/Laenderinformationen/Georgien/080815-Ratsschlussfolgerung.pdf

 

Interviewauszug: Im Gespräch mit dem Journalisten Thomas Roth sagte Russlands Premierminister Wladimir Putin in einer ARD-Sondersendung am 30.08.2008 unter anderem:

Roth: Wo sehen Sie die Aufgabe von Deutschland in dieser Krise?

Putin: Wir haben zu Deutschland sehr gute Beziehungen, vertrauensvolle Beziehungen, sowohl politische als auch ökonomische. Als wir mit Herrn Sarkozy gesprochen haben, bei seinem Besuch hier, haben wir gesagt, dass wir keinerlei Territorien in Georgien wollen. Wir werden uns in die Sicherheitszone zurückziehen, die in den früheren internationalen Abkommen vereinbart wurde. Aber da werden wir auch nicht ewig bleiben. Wir betrachten das als georgisches Territorium. Unsere Absicht besteht nur darin, die Sicherheit zu gewährleisten und es nicht so zu machen, dass da Truppen und Kriegsgerät heimlich geballt werden. Und zu verhindern, dass da die Möglichkeit eines neuen Konfliktes entsteht. Dann begrüßen wir die Teilnahme von Beobachtern der EU, der OSZE und natürlich auch Deutschlands. Wenn die Prinzipien der Zusammenarbeit geklärt sind.

Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/putin172.html

weitere Quellen:

Interview von Generalmajor Borisow in “Radio Echo Moskau”: http://www.echo.msk.ru/programs/voensovet/596473-echo/

Report on human rights issues following the August 2008 armed conflict, by Thomas Hammarberg, Commissioner for Human Rights of the Council of Europe - 8 to 12 February 2009

 

 

 

Bitte beachten sie auch unseren Aufruf als PDF-Datei im Anhang.

 

Mit freundlichem Gruß!

 

( Name )

 

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Bitte schickt den Aufruf auch an alle eure Freunde und Bekannte weiter !!!

 

Es folgt noch ein Aufruf auf englisch für die EU !

 

 

 

Viele Grüße !

 

Georgier in Karlsruhe - Georgians in Karlsruhe

geoinka@googlemail.com

appeal - email and PDF-file in English >>

Appeal to the International Policy-Anniversary of the Russian Invasion in Georgia in 08/08/2008 - englischer Aufruf als PDF-Datei - english appeal as PDF-file


06.08.09

To all Georgians in diaspora !

 

As you know, there is the anniversary of the Russian invasion in Georgia in 08/08/2008. For this occasion the group “Georgier in Karlsruhe” prepared an appeal to the international policy. The document is added as PDF-file.

 

If you agree with our document, please send the PDF-file from your mail account to the following email-addresses:

press.office@consilium.europa.eu

 

We think that as more different people send an email, it moves more into the middle of interest.

 

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You can use the following text for your mail:

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Press Office of the Council of the European Union

Rue de la Loi, 175

B-1048 Brussels

Tel. +32 (0)2 281 63 19 . Fax +32 (0)2 281 80 26

E-mail : press.office@consilium.europa.eu

 

Appeal by the Georgian diaspora community, 08/08/2009

 

The members of the Georgian Diaspora want to remember the Council of the European Union and all members of the European Parliament to the fate of Georgia with the following appeal:

 



Appeal to the International Policy

 

The Georgian Diaspora Community Petition

on the Anniversary of the Russian Invasion in Georgia in 08/08/2008 

 

In 08/08/2008 Russian troops invaded Georgian territories. As it emerged more lately, the Russian regular armed forces had in fact penetrated into territories of Georgia days earlier, allegedly for military manoeuvres and exercises in South Ossetia as argued in the interview of the Major-General Borisov.

 

The Europe facilitated international policy truce was reached in august 2008 and the “six-point peace plan” with additional agreements afterwards was signed by Russia and Georgia.

 

Instead of the agreed restoration of the pre-war status in South Ossetia and Abkhazia, Russia in divergence of international law standards and in full ignorance of existing international treaties and regulations recognized both as independent states, formed military contracts with them and started building new military bases and airports on the territories internationally recognized to be sovereign parts of Georgia.

 

Furthermore, Russia vetoed and blocked extension of the UN mission in Georgia (UNOMIG) as well as the comparable mission of OSCE, making Russian military presence exclusive in South Ossetia and Abkhazia and leaving Georgian population in this Russian-backed but internationally unrecognized regions of Georgia under the threat of further oppression and terror, with no means to challenge the displacement.

 

We think the above requires attention of international policy and we therefore will call on the international policy and you personally, to exert diplomatic and political pressure on Russia and to warrant the execution of “six-point peace plan” so that:

 

1. Recognition of South Ossetia and Abkhazia is abolished;

 

2. EU Monitoring Mission in Georgia is allowed to enter conflict regions;

 

3. OSCE and UN mission in Georgia are restarted;

 

4. Territorial integrity of Georgia is respected;

 

5. Russia completely abides by the six-point peace plan from August 2008;

 

6. Prime Minister Putin abides by his promises in the interview - 30/08/2008;

 


Six-point peace plan as armistice: conciliated by the French President Sarkozy between Georgia and Russia, in 16/08/2008 also by Russia subscribed:

 

1.    Not to resort to force;

2.    To end hostilities definitively;

3.    To provide free access for humanitarian aid;

4.    Georgian military forces will have to withdraw to their usual bases;

5.    Russian military forces will have to withdraw to the lines held prior to the outbreak of hostilities. Pending an international mechanism, Russian peace-keeping forces will implement additional security measures;

6.    Opening of international talks on the security and stability arrangements in Abkhazia and South Ossetia.

 

Source:

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/en/Laenderinformationen/Georgien/080815-Ratsschlussfolgerung.pdf

 


Interview abridgement: Russian Prime Minister Vladimir Putin said to Journalist Thomas Roth among other things in the ARD-TV-program in 30/08/2008:

 

Roth: Where do you see the task of Germany in this crisis?

Putin: We have to Germany very good relations, trustful relations, both political and economic. When we have spoken to Mr Sarkozy here at his visit, we have said, that we don’t want any territory in Georgia. We shall move back into the security zone, which was agreed in former international treaties. But there we won’t also stay forever. We consider this as Georgian territory. Our intention is only, to assure the security and not to do it a way, that troops and armours are baled there backdoor. And to prevent, that the possibility of a new conflict arises there. Then we address the participation of observers of the EU, the OSCE and naturally also of Germany, if the principles of cooperation are clarified.

 

Source:

http://www.tagesschau.de/ausland/putin172.html


Other Sources:


Interview of Major-General Borisow in “Radio Echo Moskau”:

http://www.echo.msk.ru/programs/voensovet/596473-echo/

 

Report on human rights issues following the August 2008 armed conflict,

by Thomas Hammarberg, Commissioner for Human Rights of the Council of Europe - 8 to 12 February 2009





 

Please pay also attention to our appeal as added document file.

 

Sincerely!

 

( name )

 

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For your reaction or comment we will be happy.-

 

pativiscemit

 

Georgier in Karlsruhe - Georgians in Karlsruhe

geoinka@googlemail.com

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