Europarat >>

Eine internationale Organisation mit Sitz in Straßburg, die 47 demokratische Staaten Europas umfasst. Ziel des Europarates ist die Förderung der Demokratie sowie der Schutz der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit in Europa.

Flagge, Hymne und Logo: Die Symbole des Europarates >>

http://www.coe.int/T/D/Com/Europarat_kurz/Emblems/Emblemes.asp

Die europäische Flagge und die Hymne sind ursprünglich die Symbole des Europarates. Später wurden sie auch Symbole der Europäischen Gemeinschaften. Heute stehen sie für eine gemeinsame europäischen Identität.

DIE EUROPÄISCHE FLAGGE


Bereits bei seiner Gründung im Jahre 1949 war sich der Europarat der Notwendigkeit eines Symbols bewusst, mit dem sich die europäischen Völker identifizieren konnten. Am 25. Oktober 1955 entschied sich die Parlamentarische Versammlung einstimmig für ein Emblem auf azurblauem Grund mit zwölf kreisförmig angeordneten goldenen Sternen. Am 9. Dezember1955 wurde diese europäische Flagge vom Ministerkomitee angenommen und am 13. Dezember 1955 in Paris offiziell eingeführt.

Ein Symbol für ganz Europa




Vor dem Hintergrund eines blauen Himmels bilden zwölf goldene Sterne einen Kreis als Zeichen der Union der Völker Europas. Die Zahl Zwölf ist unveränderlich, da diese Zahl als Symbol für Vollkommenheit und Einheit gilt (zum Beispiel die 12 Apostel, die 12 Söhne Jakobs, die legendären 12 Taten des Herkules, die 12 Monate des Jahres).






1983 hat das Europäische Parlament bei einer Sitzung die vom Europarat geschaffene Fahne angenommen und vorgeschlagen, diese auch für die Europäischen Gemeinschaften zu übernehmen. Der Europäische Rat stimmte diesem Vorschlag Juni 1985 zu. Nachdem der Europarat seine Zustimmung signalisiert hatte, übernahmen die Institutionen der Gemeinschaften die Flagge Anfang 1986.

Die Flagge ist seither das Symbol eines gemeinsamen politischen Projekts, das alle Europäer eint.

Hinweise zur Reproduktion der europäischen Flagge


DIE EUROPÄISCHE HYMNE

Das Vorspiel zur "Ode an die Freude" aus der 9. Sinfonie von Beethoven, arrangiert von Herbert von Karajan, ist die Europäische Hymne. Von Karajan war nicht nur für das musikalische Arrangement der Hymne verantwortlich, sondern auch für die Orchestrierung und Umsetzung. Die europäische Hymne wurde 1971 auf Vorschlag der Parlamentarischen Versammlung vom Ministerkomitee genehmigt und am Europatag (5. Mai) 1972 mit einer breiten Informationskampagne eingeführt. 1986 wurde sie von den Europäischen Gemeinschaften übernommen und so zu einem weiteren gemeinsamen Symbol aller Europäer.
Auszüge der Europäischen Hymne

Der Europarat hat im April 2004 erstmals eine CD mit einer Hip-Hop-Version der europäischen Hymne veröffentlicht. Auf dieser CD mit dem Titel "Variations" finden sich außerdem Techno-, Trance- und Jazzversionen sowie neue klassische Interpretationen für Klavier (klassisch und Jazz), Kirchenorgel und Sinfonieorchester... (weiter...)
Klavier-Interpretation
Hip Hop-Interpretation

Institutionen: Leicht zu verwechseln >>

Europarat
Eine internationale Organisation mit Sitz in Straßburg, die 47 demokratische Staaten Europas umfasst. Ziel des Europarates ist die Förderung der Demokratie sowie der Schutz der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit in Europa.

Europäischer Rat
Regelmäßige Zusammenkunft (mindestens zweimal jährlich) der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zur Festlegung der Gemeinschaftspolitik.

Parlamentarische Versammlung
Das parlamentarische Organ des Europarates. Es setzt sich aus 318 Abgeordneten (und 318 Stellvertretern) zusammen, die von den nationalen Parlamenten der 47 Mitgliedsstaaten ernannt werden.

Europäisches Parlament
Das parlamentarische Organ der Europäischen Union, dessen 785 Abgeordnete in den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union direkt gewählt werden.

Europäische Kommission für Menschenrechte
Mit Schaffung des neuen alleinigen Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte im November 1998 hat die Kommission ihre Aktivität eingestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt prüfte sie die Zulässigkeit aller Individual- oder Staatenbeschwerden gegen einen Mitgliedstaat gemäß der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Europäische Kommission
Exekutivorgan der Europäischen Union, das über die korrekte Anwendung der Römischen Verträge und der Beschlüsse der Gemeinschaftsinstitutionen wacht.

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte
Sitz in Straßburg. Das einzige wirkliche Rechtsprechungsorgan, das auf der Grundlage der Europäischen Menschenrechtskonvention geschaffen wurde. Er setzt sich aus ebenso vielen Richtern zusammen wie es Vertragsparteien der Konvention gibt und garantiert als letzte Instanz, dass die Vertragspartner ihre Verpflichtungen im Rahmen der Konvention erfüllen. Seit November 1998 hat der Gerichtshof ständigen Charakter.

Europäischer Gerichtshof
Der für die Auslegung und Anwendung der Verträge der Europäischen Union zuständige Gerichtshof hat seinen Sitz in Luxemburg.

Internationaler Gerichtshof
Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen, das in Den Haag tagt.

Europäische Menschenrechtskonvention
Vertrag, durch den sich die Mitgliedsstaaten des Europarates verpflichten, die Grundfreiheiten und -rechte zu achten.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Sie wurde 1948 von den Vereinten Nationen (UNO) angenommen, um die Menschenrechte auf internationaler Ebene besser zu schützen.

Mai 2007



Eckdaten >>

http://www.coe.int/T/D/Com/Europarat_kurz/dates.asp

5. Mai 1949
Londoner Vertrag zur Bildung des Europarates, von zehn Ländern unterzeichnet: Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Schweden und das Vereinigte Königreich.

4. November 1950
Unterzeichnung der vom Europarat ausgearbeiteten Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und der Grundfreiheiten in Rom, des ersten internationalen Rechtsinstruments zum Schutz der Menschenrechte.

19. Dezember 1954
Unterzeichnung des Europäischen Kulturabkommens als Grundlage für die Arbeit des Europarates in den Bereichen Bildung, Kultur, Jugend und Sport.

16. April 1956
Schaffung des Wiedereingliederungsfonds (heute die Entwicklungsbank des Europarates) durch den Europarat mit dem Ziel, Mitgliedstaaten bei ihren sozial ausgerichteten Projekten zu unterstützen.

12. Januar 1957
Gründung der Ständigen Konferenz der Gemeinden und Regionen Europas (seit November 2003 Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates) im Rahmen des Europarates, in der Vertreter der Gemeinden und Regionen zusammenkommen.

18. September 1959
Gründung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte durch den Europarat in Straßburg auf der Grundlage der Europäischen Menschenrechtskonvention. Er soll die Einhaltung der Verpflichtungen, die sich für die einzelnen Vertragsstaaten ergeben, sicherstellen.

18. Oktober 1961
Unterzeichnung der Europäischen Sozialcharta des Europarates in Turin, als Pendant zur Europäischen Menschenrechtskonvention im Bereich der wirtschaftlichen und sozialen Rechte.

1. Juni 1972
Einweihung des ersten Europäischen Jugendzentrums des Europarates in Straßburg (Frankreich).

27. März 1980
Gründung der Pompidou-Gruppe durch den Europarat. Dieses multidisziplinäre Forum für interministerielle Zusammenarbeit hat das Ziel, den Missbrauch von Drogen und den illegalen Handel damit zu bekämpfen.

26. November 1987
Unterzeichnung der vom Europarat ausgearbeiteten Europäischen Konvention zum Schutz vor Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe.

8. Juni 1989
Einrichtung des Sondergaststatus durch die Parlamentarische Versammlung des Europarates zwecks engerer Verbindung mit den Parlamenten der neuen Mitgliedstaaten, die sich im Übergang zur Demokratie befinden.

30. April 1990
Eröffnung des Nord-Süd-Zentrums des Europarates in Lissabon (Portugal).

10. Mai 1990
Einrichtung der Europäischen Kommission für Demokratie durch Recht („Venedig-Kommission“) durch den Europarat. Sie beschäftigt sich mit rechtlichen Garantien für die Demokratie.

6. November 1990
Der erste Staat des ehemaligen Ostblocks tritt dem Europarat bei: Ungarn

8. und 9. Oktober 1993
Erstes Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs des Europarates in Wien (Österreich): Verabschiedung einer Erklärung, die die gesamteuropäische Ausdehnung der Organisation bestätigt und ihr neue Verantwortung anvertraut, insbesondere im Bereich des Schutzes nationaler Minderheiten und der Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz.

17. Januar 1994
Das Ministerkomitee des Europarates gründet den Kongress der Gemeinden und Regionen Europas (KGRE, seit November 2003 Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates) als Nachfolgeeinrichtung der Ständigen Konferenz der Gemeinden und Regionen Europas.

10. und 11. Oktober 1997
Zweites Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs des Europarates in Straßburg (Frankreich).

1. November 1998
Einrichtung des einheitlichen ständigen Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg nach Protokoll Nr. 11 zur Europäischen Menschenrechtskonvention, das das bestehende System ersetzt.

16. und 17. Mai 2005
Drittes Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs des Europarates in Warschau (Polen).

Stand: April 2007



Die 47 Mitgliedstaaten des Europarates >>

Liste der Ständige Vertreter

Albanien (13.07.1995)
Andorra
(10.11.1994)
Armenien
(25.01.2001)
Aserbaidschan
(25.01.2001)
Belgien
(05.05.1949)
Bosnien und Herzegowina
(24.04.2002)
Bulgarien
(07.05.1992)
Dänemark
(05.05.1949)
Deutschland
(13.07.1950)
Estland
(14.05.1993)
Finnland
(05.05.1989)
Frankreich
(05.05.1949)
Georgien
(27.04.1999)
Griechenland
(09.08.1949)
Irland
(05.05.1949)
Island
(07.03.1950)
Italien
(05.05.1949)
Kroatien
(06.11.1996)
Lettland
(10.02.1995)
Liechtenstein
(23.11.1978)
Litauen
(14.05.1993)
Luxemburg
(05.05.1949)
Malta
(29.04.1965)
“Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“
(09.11.1995)

Moldau (13.07.1995)
Monaco
(05.10.2004)
Montenegro
(11.05.2007)
Niederlande
(05.05.1949)
Norwegen
(05.05.1949)
Österreich
(16.04.1956)
Polen
(26.11.1991)
Portugal
(22.09.1976)
Rumänien
(07.10.1993)
Russische Föderation
(28.02.1996)
San Marino
(16.11.1988)
Schweden
(05.05.1949)
Schweiz
(06.05.1963)
Serbien
(03.04.2003)*
Slowakei
(30.06.1993)
Slowenien
(14.05.1993)
Spanien
(24.11.1977)
Tschechische Republik
(30.06.1993)
Türkei
(09.08.1949)
Ukraine
(09.11.1995)
Ungarn
(06.11.1990)
Vereinigtes Königreich
(05.05.1949)
Zypern
(24.05.1961)

 
 

   
 

Beitrittskandidat
Weißrussland
(12.03.1993)

Beobachterstatus im Ministerkomitee
Kanada
(29.05.1996) - Heiliger Stuhl (07.03.1970) - Japan (20.11.1996) - Mexiko (01.12.1999) – Vereinigte Staaten von Amerika (10.01.1996)

Beobachter aus nationalen Parlamenten bei der Parlamentarischen Versammlung

Kanada
(28.05.1997) - Israel (02.12.1957) - Mexiko (04.11.1999)

[*]Die Republik Serbien ist seit dem 3. Juni weiterhin Mitglied des Europarates, dem sie 2003 im Rahmen der Staatenunion Serbien und Montenegro beigetreten war (Entscheidung des Ministerkomitees vom 14. Juni 2006).

Stand: Mai 2007